Die Blankeneser Rüscherei.
Fernsehtipp. Am 3. März um 18:15 heißt es für traditionsbewusste Blankeneser, den Fernseher und das Programm N3 einzuschalten. Dann kommt der Film Kreek-Rüschen mit Harald Harmstorf und anderen. Weitere sind geplant.




Sonntag, den 9. Januar 2011 am Ho-Chi-Minh-Pfad. Eben traf ich wiedermal Harald Harmstorf, um mit ihm über die Rüscherei zu schnacken. Das war der letzte Impuls für einen Link innerhalb des Stadtteilarchivs. Auch wenn die jüngeren Kreekfahrer meist bei Facebook sind, scheint mir auch eine kleine Abteilung bei krumdal.de gut. Bitte helft mit guten Bildern und Infos, danke. Tel. 860400 oder info@edition-weiss-blau.de

Als ich mit Manfred W. Juergens im Winter 2009/10 erstmal zur Neuen Wiese ging, machte er sogleich so tolle Bilder, die in mindestens zwei Büchern unterkamen.

3.1.10 Kay Kelterer erzählte, dass die Fans einige Fässer Wasser über die Kreekbahn gegossen haben. Nun reichte es bis zur Waseberg-Wurzel. Hier die Ausführungen von Wikipedia dazu: "Eine Kreek ist ein besonders flacher und breiter Kastenschlitten, der mit Hilfe einer Latte gesteuert wird. Sie sind traditionell im Hamburger Stadtteil Blankenese auf Schinckels Wiese (Koordinaten: 53° 34′ N, 9° 48′ O) gebräuchlich. Es handelt sich um flache, breite und schwere, handwerklich anspruchsvoll gefertigte Einzelstücke aus Vollholz (seitlich 25-40 mm Esche, oben Kiefer o.ä). Mit Hilfe einer langen Latte (meist ein entasteter kleiner Baum von ca. 5-6 m Länge), die hinterher gezogen wird, können sie bei aufrechtem Sitz des Steuermannes überaus präzise gesteuert werden. Je nach Größe können bis zu drei Personen auf einer Kreek fahren. Sie sind erheblich schneller als herkömmliche Schlitten; Unfälle führen oft zu Knochenbrüchen. Das Fahren wird nicht als 'Rodeln', sondern als 'Rüschen' bezeichnet. Es erfordert einige Geschicklichkeit und Erfahrung und wird daher kaum von Kindern, sondern überwiegend von Erwachsenen ausgeübt. Kreeken stehen in engem Zusammenhang mit Bootsbau und Segelsport. Die Steuerung entspricht der Ruderpinne eines Segelbootes. Die Mitfahrer werden als 'Vorschoter' bezeichnet. Auch Bauweise und die Ausweichrufe wie 'Wahrschau' und 'Raum' sind dem Segelsport entlehnt." Soweit Wikipedia.de.

Maschop. Als 'Maschop' wird übrigens eine Fahrt in Kreek-Gruppen aneinander bezeichnet.
Von Schinckel und Neue Wiese. Und Schinckel schreibt sich nicht nach dem Baumeister Karl Friedrich Schinkel aus Preußen, sondern nach dem Hamburger Bankhausbaron Max von Schinckel. Die Älteren nennen das Gelände noch 'Neue Wiese', auf der es nach dem Krieg noch Kleingärten gab. Blankenese-Botschafter Jochim Westphalen kannte Schinckels Wiese noch weiter südöstlich, und 'Obersegler' Harald Harmstorf erinnerte sich noch an die Bob-Bahn etwas westlich, wo die Einkerbung noch gut zu erkennen ist.
Wässern Januar 2010.

Fackel-Rüschen. Fackel-Rüschen Januar 2010.

Seit diesem Foto sind schon ein paar Jahre vergangen und der Mann weit bekannter in der Politik Hamburgs.

© Copyright by Thomas G. Mueller Kontakt Stadteilarchiv Blankenese: Thomas G. Mueller, Krumdal 12, info@edition-weiss-blau.de oder Tel. 040-860400.