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Der Blankeneser Heimat Club BHC.


Gründung. Am 17. September 2007 traf sich eine Gruppe von Blankenese-Liebhabern im Restaurant 'Am Leuchtturm' am Strandweg. Eigentlich zuerst nur, um an einem Projekt zu stricken, dem möglichst nah dem Original gehaltenen Nachdruck einer Werbebroschüre über das Dörfchen, die sich im Archiv von Hans Bunge befand. So sollten auch andere Menschen die Möglichkeit bekommen, dies Juwel nicht nur sehen zu können, sondern auch gegen einen Unkostenbeitrag auch zu erwerben. Bild unten: Mit dabei nicht nur der Initiativgeber Bunge (2. von links), sondern auch Iris Neumann-Wenzel (rechts), Hans-Walter Kröger (links), Bernd Schmelzer und Thomas G. Mueller.



Ohne Vorstand und Regularien. Schon bald fand der Treffpunkt am ersten Mittwoch im Monat großen Zuspruch, wo alte Blankenese-Ansichten, historische Filme und weiteres 'Herzblut-Zeug' zu dem berühmten Friesendorf, auch 'Fietentown' genannt, gezeigt wurden. Die Idee war es stets, aus dem BHC keinen klassischen Verein werden zu lassen, um verkrustete Strukturen außen vor lassen zu können und diese engagierte Truppe stets lebendig zu halten. Einig im Herzblut zu Blankenese gibt keinen Vorsitzenden und Verantwortlichen, sondern nur Ansprechpartner. Das hat sich bis heute gehalten, so dass aus der anfänglichen Idee eines Wintertreffs eine regelmäßige Ganzjahresveranstaltung wurde, die sich inzwischen auf dem Seglerponton des BSC im Vorstandszimmer sehr wohl fühlt.



Die Ziele. Der BHC kümmert sich um Historie, Erhaltung und Verschönerung dieses kleinen Dörfchens. Wir wollen dem Erhalt ortsbildprägender Merkmale und der Pflege lokaler Eigenarten dienen. Der BHC ist überparteilich und nicht gewinnorientiert.



Jeder macht mit. Wenn es möglich erscheint, gibt es an jedem ersten Mittwoch Schwerpunktthemen, zu denen man sich Vortragende (wie hier Wolfgang Vacano vom Altonaer Stadtarchiv, der uns ansteckte, auch ein Stadtteilarchiv Blankenese anzulegen) einlädt. Dazu kamen bisher immer wieder mal auch private Zeitdokumente, die nie zuvor zu sehen waren. Ob nun eine Besichtigung des Richtfeuers, der einmalige Sautter-Film aus den 1930ern, ein Bootsbau-Vortrag von Thomas Wenzel oder die Einführung in den Teehandel von Robert Scheibler: Irgendwie scheint jeder Aspekt hanseatischen Handelns den BHC-Teilnehmern überaus wichtig, die Traditionen zu bewahren. Dazu gehört natürlich das traditionelle Stintessen im April und die Entenkreuzfahrt im September. Der aktive BHC-Geist herrscht vor, denn irgendwie hat es sich eingebürgert, dass jeder Teilnehmer mal etwas zeigt oder erzählt. So bleiben reine 'Konsumenten', die nur ein wenig bespaßt werden wollen, außen vor.



BHC aktuell. Der BHC setzt sich für die Renovierung des historischen Gitters unterhalb Baus Park ein (das der Bildhauer Winck 1834 schuf) und für die Wiederherstellung der 'Lästerbank' auf dem Bulln-Aufgang. Weil die Strandaufspülung am hinteren Strandweg so begeistert aufgenommen wurde, wünscht sich der BHC nach dem Richtfeuer-Abbau eine Renaturierung zwischen Bulln und hinterem Strandweg. Das obere Richtfeuer in Baurs Park sollte als begehbarer Stahlkopf als Denkmal bestehen bleiben. Es herrscht der Geist beim Blankeneser Heimatclub BHC, auch selbst Hand anzulegen und ggf. auch mal Spenden zu sammeln, um die anvisierten Ziele zu erreichen.



Kontakt zum BHC über die www.krumdal.de-Redaktion (Tel. 040-860400) oder www.hansbunge.de



Die Flagge. An einem BHC-Abend im ehemaligen Restaurant 'AmLeuchtturm' spendierte Christian Körner eine Blankenese-Flagge, die mit Unterschriften versehen wurde. Leider tauchte sie danach nicht mehr auf, schade. Ehrlicher Finder gesucht!



JFS-Tee-Vortrag 2010.



Stint-Kreuzfahrt 2010.



Speicherstadt-Ausflug 2010.



Stintkönig-Ordenvergabe beim Oktoberfest 2010.



BHC auf Fortbildung im Archiv vom Altonaer Museum Ende 2010.



2011 in kleiner Runde beim Studieren historischer Karten.



Stintkreuzfahrt. Bei der 2011er-Stintkreuzfahrt wurde Manuela 'Ela Haake-Beck' Gehrmann (nach Christian Körner 2009 und Steffen Strohdach 2010) von 23 Teilnehmern zur Stintkönigin gekürt, also auch im modernen BHC eine zeitgemäße Frauenquote und ohne Parteibuchzwang. ;-)



Querungen der Cimbrischen Halbinsel. Wir haben uns dem Projekt 'Transit der Cimbrischen Halbinsel' verschrieben und waren bereits auf der vierten Tour einer historischen Erforschung. Nach den Wikingern bei Haithabu, der Stecknitzfahrt zwischen Lauenburg und Lübeck und dem Alster-Beste-Kanal war im Juni der östliche Eiderkanal (Bild oben an einer historischen Schleuse) als ehemalige Landesgrenze dran. Unten das Lornsendenkmal in Rendsburg im Juli, wo sich Obereider und Untereider teilten.



Entenkreuzfahrt. Am 30. September 2011 gab es erstmals eine kleine Kreuzfahrt nach Entenhausen, wir starten spätestens um 16:30 auf dem Bulln. Jeder zahlt selbst, neue Teilnehmer zahlen traditionell die HVV-Gruppenkarte (9,60) und nehmen vier 'Alte' mit ihrer Karte rüber. Um 20:20 legen wir traditonell wieder mit der saisonal allerletzten Fährverbindung zu dieser Zeit am Bulln an. Gäste herzlich willkommen, einfach eine Mail an krumdal.de schicken ...



Stintkönig/in. Woanders gibt es Königsteller beim Schützenfest, bei uns seit der ersten Entenkreuzfahrt den Stintkönigsteller, der als Wanderpokal funktioniert. Drumherum sind die Namen eingraviert.




BHC: Wir sind am Strand ...




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