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Stadtteilarchiv: Der Gemeindepark Bismarckstein.

Im Jahre 1863 erbaute der Besitzer des Gelände des Wahsbergs und späteren Bismarcksteins einen Aussichtsturm. Das 43.890 qm große Gebiet 'Wahsberg' wurde 1890 offziell zu Ehren des Kanzlers vom Besitzer A. J. Richter umbenannt, um dort ein 51 Meter großes Bismarck-Denkmal (von rund 240) zu errichten, wo später der Aussichtsturm gebaut wurde. Wie dies hätte aussehen sollen, konnte ich noch nicht ermitteln. Parallel entstand aber in der benachbarten Hansestadt an der Alster an der Helgoländer Allee ein Bismarck-Denkmal von gerade mal 34,5 m. Das Bismarck-Denkmal der Stadt Hamburg wurde das größte und wohl bekannteste Bismarck-Standbild der rund 240 Bismarckbauten weltweit. Im Juni 1935 wurde als kleiner Ersatz in Blankenese das Marinedenkmal errichtet. 1927 erwarb die Gemeinde den Grund als Gemeindepark, angeblich aus gespendetem Geld, das von Gustav Kirsten eigentlich für ein Heimatmuseum gedacht war.

Das etwas höher als der 75 Meter hohe Süllberg gelegene Gelände um den Bismarkstein wurde am 1. April 1910 von der Gemeinde erworben und ein Gedenkstein an der Waseberg-Kreuzung (damals noch Grüner Weg) aufgestellt.


Im Jahre 1917 verstarb der Gemeindevorsteher Johann Heinrich Sibbert, dem die Bürger im Gemeindepark einen Gedenkstein mit Blick auf Süllberg setzten. Überhaupt spielte sich früher dort mehr ab als heutzutage. Dass man auf den Stein den Wortlaut 'der letzte Gemeindevorsteher' meißelte, war nur an dem Wort 'Alt-Blankenese' zu verstehen, denn der neue 'Häuptling' von nunmehr 'Neu-'Blankenese sollte Frahm heißen.

Am 2. Juni 1935 weihte Parteigenosse und Elektromeister Eduard Seeburg den Marine-Gedenkstein ein, den viele Leute später für den Bismarckstein hielten.









Der Grüne Weg, im Volksmund auch 'Quälberg' genannt, heute Waseberg.



Gemeindepark mit schicker Gartenanlage, im Hintergrund die Westerschule über dem Krumdal.



Das auf vielen Aufnahmen dominierenden Turmhaus an der heutigen Straße Am Bismarckstein auf einer spektakulären Aufnahme aus dem Krumdal heraus. Einen Krumdals Weg auf dem Dreierkamp gab es noch nicht.

Straße 'Bismarckstein' mit zwei Türmchenhäusern, aber noch ohne Aussichtsturm und Pavillion.




Kontakt Stadteilarchiv Blankenese: Thomas G. Mueller, Krumdal 12, info@edition-weiss-blau.de oder Tel. 040-860400.